Ein besonderer Unterrichtstag über Tage
Achtklässler der Sekundarschule „Werner Seelenbinder“ erkunden das Kaliwerk Zielitz
An einem sonnigen Tag tauschten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Sekundarschule „Werner Seelenbinder“ ihren üblichen Unterricht gegen ein echtes Industrieerlebnis. Statt Formeln auf dem Whiteboard standen Einblicke in die Welt des Bergbaus und der Salzverarbeitung auf dem Programm: Ein Besuch im Werk Zielitz – passend zum Lehrplanthema „Salze“.
Begleitet wurde die Gruppe von Frau Wichert aus der Personalabteilung und Herrn Koeppe aus dem Bereich Arbeitssicherheit.
Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei den typischen Weg eines Bergmanns kennen – vom Umkleidebereich über die Lampenstube bis hin zum Schachtbereich, allerdings jeweils nur in den übertägigen Bereichen. Mit viel Begeisterung führte Herr Koeppe die Jugendlichen in die Arbeitswelt der Kumpel ein. Da Bergwerksbesuche unter Tage in diesem Alter noch nicht erlaubt sind, begann der Rundgang über Tage: in der Weiß- und Schwarzkaue, also den Bereichen, in denen die Bergleute ihre Schicht beginnen und beenden. Anhand anschaulicher Beispiele erklärte Herr Koeppe, wie das Rohsalz gefördert wird und welchen Weg es anschließend über Tage nimmt, bis daraus verkaufsfähige Produkte entstehen. Ein besonderes Highlight war der Besuch bei Herrn Schnitzler, einem Geologen des Werks. Sein Enthusiasmus sprang sofort auf die Jugendlichen über. Schnell wurde klar: Salz ist weit mehr als nur das Speisesalz auf dem Tisch. Es steckt unter anderem in Glas, Metallen, Backpulver und sogar in beliebten Lebensmitteln. Dass auch Produkte wie Nutella ohne Salz nicht auskommen, sorgte für staunende Gesichter.
Zum Abschluss informierte Frau Wichert im neunen Ausbildungszentrum über die verschiedenen Berufsmöglichkeiten im Kaliwerk: von technischen Berufen wie Elektroniker/in, Kfz-Mechatroniker/in und Industriemechaniker/in über Bergbautechnologe/in bis hin zum Chemikanten/in – das Spektrum ist groß. Das Werk Zielitz ist mit rund 2.000 Mitarbeitenden einer der größten Arbeitgeber im nördlichen Sachsen-Anhalt. Pro Jahr werden dort rund 12 Millionen Tonnen Rohsalz gefördert und zu etwa 1,9 Millionen Tonnen Endprodukten verarbeitet – darunter Düngemittel und Industriesalze. Am Ende des Besuches waren sich alle einig: Dieser Unterrichtstag war alles andere als gewöhnlich. Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Erfahrungen, neuer Motivation und erweiterten beruflichen Perspektiven ging es zurück zur Schule.
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